»This Mirror Weighs a Ton«, Interpols erstes Album seit vier Jahren und Debüt bei Partisan Records, zeigt eine Band, die sich nach innen wendet und gleichzeitig weiter voranschreitet. Auf dem gesamten Album werden Reflexion, Verzerrung und Wahrnehmung zu einer Linse, durch die vertraute Formen in etwas leicht Fremdes gebrochen werden, als würde man sie in einem anderen Licht betrachten.
Produziert von dem Grammy- und Oscar-Preisträger Andrew Wyatt (ROSALÍA, Charli XCX) und abgemischt von Dave Fridmann, bringt das Album lebendige neue Texturen in die Welt von Interpol. Synthesizer, Streicher, Akustikgitarren und Percussion werden in das Gewebe der Songs integriert, erweitern die Palette und enthüllen gleichzeitig Farben, die bereits in ihr schlummerten. Nichts wirkt aufgesetzt. Stattdessen vertiefen die Ergänzungen die Sprache der Band, die von Zurückhaltung, Atmosphäre und Spannung geprägt ist. Im Mittelpunkt steht nach wie vor die kreative Beziehung zwischen Paul Banks, Daniel Kessler und Sam Fogarino, eine Partnerschaft, die sich nun dem dreißigjährigen Jubiläum nähert und durch intuitive Übereinstimmung und Dynamik geprägt ist, die immer wieder neue Möglichkeiten hervorbringt.
Das Ergebnis ist ein Album, das sich weitläufig, geheimnisvoll und voller Vorwärtsbewegung anfühlt – keine Neuerfindung, sondern eine Weiterentwicklung, die es Interpol ermöglicht, sich weiter zu wandeln, ohne ihre Identität zu verlieren.
»This Mirror Weighs A Ton« / »See Out Loud« ist eine Studie der Dualität, in der Interpol fließend zwischen Vertrautheit und Abkehr wechselt. Der Titeltrack entfaltet sich aus einer kargen Progression zu etwas Weitläufigem und Texturreichem, aufgebaut aus verzerrtem Bass, einer wortlosen Frauenstimme und einem Gefühl von Bewegung, das wie eine Flutwelle wirkt, und verformt die vertraute Sprache der Band zu etwas Weitreichenderem und Unbekanntem. Im Gegensatz dazu trägt »See Out Loud« die DNA von Interpols frühesten Werken in sich – scharf, treibend und direkt –, verkompliziert diese jedoch durch mehrstimmigen Gesang, wechselnde Perspektiven und einen seltenen Einsatz von Kessler als Leadsänger. Beide Tracks spiegeln das Wechselspiel zwischen Struktur und Spontaneität wider, das »This Mirror Weighs a Ton« auszeichnet, und erweitern Interpols Welt durch frische Texturen, während die instinktive Chemie zwischen Banks, Kessler und Fogarino im Mittelpunkt bleibt.
Die Doppel-Single wird von zwei Visualisierungen begleitet, die von Nick Steinhardt inszeniert wurden.
A1. This Mirror Weighs a Ton
A2. See Out Loud
A3. Iron City
B1. Wounded Soldier
B2. Wings On Fire
B3. Even the Actor
C1. So Rides the Reindeer
C2. Darling Thoughts
C3. Wake Up
D1. Enemy
D2. Bird and The Serpent
D3. Sudden